Pressemitteilungen zur Verkehrsministerkonferenz in Lindau

Mobilität in Deutschland: Wegweisende Entscheidungen zu Schiene und Führerschein / Crumbach: „Bund und Länder müssen jetzt gemeinsam Tempo machen“ / Mehr Sicherheit für Radfahrende
Hamburger Initiative zur Vermeidung von Dooring-Unfällen auf Verkehrsministerkonferenz beschlossen / Sicherheit im Zugverkehr - Mansoori: Zugang zu Bahngleisen nur noch mit gültigem Fahrschein / Verkehrsministerkonferenz erwartet vom Bund schnelle Reform der Fahrschulausbildung / VMK in Lindau - Ministerin Berg: Bezahlbare und sichere Mobilität gewährleisten / VCD: Höherer Preis für Deutschlandticket ist ein völlig falsches Signal

Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (BY): Mobilität in Deutschland: Wegweisende Entscheidungen zu Schiene und Führerschein (26.03.2026)
• Regionalisierungsmittel: Mehr als 14 Milliarden zusätzlich nötig
• Deutschlandticket: Preisindex beschlossen
• Keine Zugstreichungen für Stabilisierung der Schienenknoten
• Führerschein: Reform kommt
Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) am 25. und 26. März 2026 in Lindau unter dem Vorsitz von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat sich der drängenden Themen zur Zukunft des Verkehrs in Deutschland angenommen: Die für Verkehr, Mobilität und Infrastruktur zuständigen Ministerinnen und Minister und Senatorinnen und Senatoren der Länder haben für Straße, Schiene, Luft und Wasser richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Wesentliche Themen wurden auch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erörtert und gemeinsam an tragfähigen Lösungen gearbeitet.
https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2026/29b/index.php

Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (BB): Crumbach: „Bund und Länder müssen jetzt gemeinsam Tempo machen“ (26.03.2026)
Nach der Verkehrsministerkonferenz hat Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach betont, dass die anstehenden Aufgaben bei Schiene, Straße und Klimaschutz nur im Schulterschluss mit dem Bund zu bewältigen sind. Er fordert klare Zusagen für Planungssicherheit, mehr Investitionen und schnellere Verfahren.
Novelle Fahrschulausbildung: Der Führerschein muss günstiger werden!
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung: 
„Der Führerschein darf kein Luxus sein. Er ist gerade in einem Flächenland wie Brandenburg für die Mobilität im ländlichen Raum oftmals unverzichtbar. Daher ist es gut, dass die sich die Länder geschlossen hinter die vorgestellten Reformpläne gestellt haben. Es liegen einige gute Vorschläge auf dem Tisch. Ich unterstütze zum Beispiel die Idee, die Zahl der vorgeschriebenen Sonderfahrten von derzeit 12 auf mindestens drei zu reduzieren.
Jedoch darf das Spannungsverhältnis zwischen Kostenersparnis und Verkehrssicherheit nicht überstrapaziert werden. Wir haben ein gut etabliertes Fahrschulsystem und damit sicherere Fahranfänger. Die Vorschläge bieten eine gute Vorlage, das System passgenau weiterzuentwickeln. Wichtig ist mir, dass höhere Bestehensquoten und mehr Transparenz über Qualität und Kosten einen echten Beitrag leisten: Wer gut ausbildet, soll das zeigen können – und Fahrschülerinnen und Fahrschüler müssen Angebote besser vergleichen können.“
https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~26-03-2026-statements-zur-vmk#

Hamburg - Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (HH): Mehr Sicherheit für Radfahrende
Hamburger Initiative zur Vermeidung von Dooring-Unfällen auf Verkehrsministerkonferenz beschlossen (26. März 2026)
Die Sicherheit im Radverkehr ist ein zentrales Anliegen der Stadt Hamburg. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Vermeidung sogenannter Dooring-Unfälle – also Unfällen, bei denen Radfahrende mit plötzlich geöffneten Autotüren kollidieren. Um beispielsweise den sogenannten „holländischen Griff“ rechtlich verbindlich vorzuschreiben, bedarf es einer Änderung im Bundesrecht. Aus diesem Grund hatte Hamburg einen entsprechenden Antrag eingereicht, der nun bei der Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee beschlossen wurde.
Die Bundesregierung wird in dem Antrag gebeten, den sogenannten „holländischen Griff“ in die straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften aufzunehmen und als verpflichtenden Bestandteil der Fahrausbildung zu verankern. Der „holländische Griff“ beschreibt das Öffnen der Autotür mit der von der Tür abgewandten Hand, sodass sich der Oberkörper automatisch zur Fahrbahn dreht und der Blick auf den nachfolgenden Verkehr gelenkt wird.
https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bvm/aktuelles/pressemeldungen/hamburger-initiative-zur-vermeidung-von-dooring-unfaellen-auf-verkehrsministerkonferenz-beschlossen-1159946

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HE): Sicherheit im Zugverkehr - Mansoori: Zugang zu Bahngleisen nur noch mit gültigem Fahrschein (26.03.2026)
• Hessen fordert bauliche Zugangssperren an großen Bahnhöfen zu prüfen.
• Nur Personen mit gültigem Fahrschein sollen Zugang zu den Gleisen haben, um Sicherheit in Zügen zu steigern.
• Zusätzlich muss umfassendes Sicherheitskonzept umgesetzt werden.
Der Hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori hat eine Debatte über bessere Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen in großen Bahnhöfen angestoßen. Hintergrund sind die aktuellen Diskussionen über mehr Sicherheit im Bahnverkehr und steigende Anforderungen an den Schutz von Fahrgästen und Beschäftigten.
Mansoori sagte bei der Verkehrsministerkonferenz in Lindau: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber alles, was hilft, muss auf den Tisch. Wenn wir Sicherheit im Bahnverkehr stärken wollen, dürfen wir uns nicht nur auf technische Detailfragen konzentrieren, sondern müssen auch über die Zugangssituation an den Bahnhöfen sprechen.“
https://wirtschaft.hessen.de/presse/mansoori-zugang-zu-bahngleisen-nur-noch-mit-gueltigem-fahrschein

Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (NI): Verkehrsministerkonferenz erwartet vom Bund schnelle Reform der Fahrschulausbildung (26.03.2026)
Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Günstigerer Führerschein bei hoher Verkehrssicherheit ist das Ziel“
Die Fahrschulausbildung soll grundlegend reformiert werden. Das hat die Verkehrsministerkonferenz (VMK) heute in Lindau mit unterstützt. Ziel ist, die Kosten für den Erwerb des Führerscheins spürbar zu senken und zugleich den hohen Stellenwert der Verkehrssicherheit zu bewahren. Niedersachsen hatte sich im Vorfeld sehr für wirksame Reformschritte eingesetzt, um so erfreuter ist Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne über das klare Signal der VMK.
Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Die Verkehrsministerkonferenz stellt sich hinter das Ziel, den Führerschein günstiger zu machen. Ich begrüße das sehr, dafür hat sich Niedersachsen in den letzten Monaten intensiv eingesetzt. Damit verbunden sind weitreichende Neuerungen beim Fahrschulunterricht und bei der theoretischen und der praktischen Prüfung. Die angestrebten Reduzierungen beim Fragenkatalog in der Theorie und bei der praktischen Fahrprüfung sind zu begrüßen.
https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/verkehrsministerkonferenz-erwartet-vom-bund-schnelle-reform-der-fahrschulausbildung-249820.html

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarland (SL): VMK in Lindau - Ministerin Berg: Bezahlbare und sichere Mobilität gewährleisten (26.03.2026)
Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) am 25. und 26.3. in Lindau hatte einen entscheidenden roten Faden. Im Fokus stand die Frage, wie man – gerade angesichts der problematischen Weltlage und gestiegener Energiepreise – dafür sorgt, dass Mobilität für alle bezahlbar bleibt.
„Das heute vorgestellte Paket des Bundes zu den Kraftstoffpreisen hat die VMK ausdrücklich begrüßt. Trotzdem muss es weitergehende Maßnahmen in Form einer Übergewinnsteuer geben, um das aktuelle Marktversagen zu beenden“, sagt Ministerin Petra Berg. „Die hohen Spritpreise treffen die Bürgerinnen und Bürger hart – nicht nur direkt an den Zapfsäulen, sondern auch indirekt, weil andere Preise im Mobilitätssektor auch für die Anbieter jeglicher Art steigen, die diese wiederum an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben müssen.“
https://www.saarland.de/mukmav/DE/aktuelles/aktuelle-meldungen/2026/mobilitaet/q1/pm_2026-03-26_vmk

VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.: VCD: Höherer Preis für Deutschlandticket ist ein völlig falsches Signal (26.03.2026)
Die Verkehrsministerkonferenz hat beschlossen, den Preis des Deutschlandtickets künftig zu indexieren. Damit soll der Preis für das Deutschlandticket künftig automatisch genauso steigen wir die allgemeine Preisentwicklung. Das führt zu einer kontinuierlichen Verteuerung des öffentlichen Verkehrs. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert dies scharf und fordert einen stabilen Preis für das Deutschlandticket – gerade in Zeiten steigender Energiekosten. Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des VCD, kommentiert: 
„Während steigende Spritpreise sofort politische Debatten über Entlastung auslösen, werden hohe Preissteigerungen im öffentlichen Verkehr einfach hingenommen. Dabei treffen die hohen Preise für Busse und Bahnen diejenigen am stärksten, die sich kein Auto leisten können. Angesichts der hohen Energiekosten ist eine Verteuerung des Deutschlandtickets das völlig falsche Signal. Die Menschen erwarten in dieser Situation Entlastung. Gerade jetzt sollte alles getan werden, um die Alternativen zum Auto attraktiver zu machen. Wenn mehr Menschen Bus und Bahn fahren, senkt das auch die Nachfrage nach Sprit und entlastet so die Spritpreise.“
https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-hoeherer-preis-fuer-deutschlandticket-ist-ein-voellig-falsches-signal

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Mobilität & Verkehr