Pressemitteilungen zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie

Presseerklärung von Präsidentin von der Leyen zum Strategischen Dialog über die Zukunft der europäischen Automobilindustrie / EU beschert Autoindustrie schwächere Klimaziele ohne Gegenforderung / Proposed weakening of 2025 CO2 targets risks delaying Europe’s EV transition / Bezahlbare Elektroautos in die Breite bringen / Horváth-Studie - Kaufabsichten für E-Autos steigen / Autoindustrie in Ostdeutschland: Tausende Jobs von EU-Flottengrenzwerten abhängig

Europäische Kommission: Presseerklärung von Präsidentin von der Leyen zum Strategischen Dialog über die Zukunft der europäischen Automobilindustrie (03.03.2025)
Guten Tag, heute haben wir uns zum zweiten Mal zum Strategischen Dialog über die Zukunft der europäischen Automobilindustrie getroffen. Die Diskussion war gut, intensiv und produktiv. Es ist völlig klar, dass wir jetzt tätig werden müssen, und dabei stehen mehrere Themen im Vordergrund. Ich möchte meine Gedanken dazu mit Ihnen teilen. Zunächst ging es um das Thema Innovation. Es sollte zentral für alles sein, was wir unternehmen werden, um die Zukunft der Automobilindustrie in Europa zu sichern, das steht außer Frage. Zum Beispiel sind wir uns einig, dass wir die Entwicklung von Software und Hardware für das autonome Fahren vorantreiben müssen. Es ist uns klar, dass der globale Wettbewerb hart ist. Deshalb müssen wir in großem Maßstab handeln und produzieren. Hierbei kommt es mehr denn je auf die richtige Größenordnung an. Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, ein Industriebündnis zu schmieden und zu fördern. Die Unternehmen sollen ihre Ressourcen bündeln können. Sie werden Software, Chips und Technologien für autonomes Fahren zur gemeinsamen Nutzung entwickeln. Wir für unseren Teil werden die Test- und Bereitstellungsvorschriften verbessern. Wir werden auch dabei helfen, großangelegte Pilotprojekte für das autonome Fahren zu starten. Denn unser Ziel ist ganz einfach: Wir müssen autonome Fahrzeuge schneller auf Europas Straßen bringen.
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/statement_25_656

European Federation for Transport and Environment AISBL: EU beschert Autoindustrie schwächere Klimaziele ohne Gegenforderung (03.03.2025)
T&E-Reaktion auf die Erklärung von Ursula von der Leyen zum Auto-Dialog - Die EU-Kommission plant, das CO2-Ziel für 2025 für die Autohersteller abzuschwächen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte heute, dass sie den Herstellern erlauben werde, die Ziele in den kommenden drei Jahren zu erreichen statt wie ursprünglich vorgesehen in diesem Jahr. Die Maßnahme, die noch von den EU-Regierungen und den Abgeordneten des Europäischen Parlaments verabschiedet werden muss, ist ein beispielloses Geschenk an die europäische Autoindustrie mitten im Jahr der Zielerfüllung. Die Kommission erklärte, sie werde vorschlagen, das Zeitfenster für die Einhaltung des Ziels für 2025 bis 2027 zu verlängern. Diese Flexibilität würde es den Autoherstellern ermöglichen, 2025 weniger saubere Autos zu verkaufen und im Gegenzug 2026-27 mehr saubere Modelle zu verkaufen. Dies würde die Produktionssteigerung von E-Autos in Europa verzögern und den Druck auf die Industrie verringern, 2025 billigere Modelle auf den Markt zu bringen.
https://www.transportenvironment.org/te-deutschland/articles/eu-beschert-autoindustrie-schwaechere-klimaziele-ohne-gegenforderung

International Council on Clean Transportation (icct): Proposed weakening of 2025 CO2 targets risks delaying Europe’s EV transition (03.03.2025)
Berlin, 3 March. Today, the European Commission announced a weakening of the European Union’s 2025 CO2 emission targets for car manufacturers in Europe. As part of the ongoing Strategic Dialogue on the future of the automotive industry, the Commission has proposed a compliance flexibility mechanism through three-year averaging. The compliance deadline will be extended from 2025 to 2027, allowing manufacturers to offset higher emissions in earlier years by over-complying later. However, this modification is expected to reduce the benefit of the EU CO2 performance targets by half, resulting in average CO2 emission levels of new cars that are up to 5 grams per kilometer higher than under the current target schedule. Accumulated excess emissions over the 2025–2030 time period are estimated to be in the order of up to 50 megatonnes, resulting from more combustion engine cars on the road for a longer period of time. In practice, the averaging leads to a de facto relaxation of the 2025 target.
https://theicct.org/pr-proposed-weakening-of-2025-co2-targets-risks-delaying-europes-ev-transition/

Agora Transport Transformation gGmbH: Bezahlbare Elektroautos in die Breite bringen (03.03.2025)
Optionen für ein industrie-, klima- und sozialpolitisch ausgewogenes Förderprogramm für den Privatwagenmarkt in Deutschland - Dieses Diskussionspapier analysiert die politischen Optionen zur Förderung von Elektroautos für den privaten Gebrauch in Deutschland. Es gibt eine Übersicht über den Fahrzeugmarkt, erklärt mögliche Förderansätze – Kaufprämien, Leasing, Kredite – und es geht darauf ein, wie dabei nach Einkommen differenziert werden kann. Damit konzentriert sich das Papier auf einen Teilaspekt beim Hochlauf der Elektromobilität. Weitere wichtige Aspekte sind Dienstwagen und Unternehmensflotten, Energie- und Ladepreise, Ladeinfrastruktur oder Steuervorteile. Eine neue Bundesregierung hat die Aufgabe, rasch eine Gesamtstrategie für die Förderung der Elektromobilität zu entwickeln und umzusetzen. Dabei wird sie auch ein industrie-, klima- und sozialpolitisch ausgewogenes Modell zur Förderung von Privatpersonen beim Kauf von Elektroautos entwickeln müssen.
https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/bezahlbare-elektroautos-in-die-breite-bringen

Horváth AG: Horváth-Studie - Kaufabsichten für E-Autos steigen (03.03.2025)
• Ein Drittel der Autobesitzer, die in den nächsten 2-3 Jahren einen Neuwagen kaufen wollen, setzen entschieden auf ein E-Fahrzeug • Weitere 25 Prozent ziehen ein BEV-Modell in Erwägung - Trotz der noch immer schwächelnden Nachfrage nach Elektroautos können sich immer mehr deutsche Autobesitzer den Kauf eines batteriebetriebenen Fahrzeugs vorstellen. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) derjenigen, die in den nächsten zwei bis drei Jahren einen Neukauf planen, zieht ein Elektromodell zumindest in Betracht. Das sind fast doppelt so viele wie im April 2024. Davon sprechen sich 33 Prozent ganz entschieden für ein E-Modell aus. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der der Managementberatung Horváth in insgesamt 13 internationalen Märkten.
https://www.horvath-partners.com/de/presse/detail/horvath-studie-kaufabsichten-fuer-e-autos-steigen

European Federation for Transport and Environment AISBL: Autoindustrie in Ostdeutschland: Tausende Jobs von EU-Flottengrenzwerten abhängig (03.03.2025)
Die Zukunft der ostdeutschen Automobilindustrie entscheidet sich dieser Tage in Brüssel beim Strategischen Dialog zur Autobranche. Das Potential für den Standort und zusätzliche Jobs in der Region wäre groß. Ostdeutschland bietet europaweit einmalige Standortvoraussetzungen für die E-Mobilität. Das muss auch die künftige Bundesregierung erkennen. Sollte der Strategische Dialog zur Autobranche am 5. März mit einem Aufweichen der EU-weiten CO2-Flottengrenzwerte enden, drohen massive Jobverluste bei Herstellern und Zulieferern in Ostdeutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag von T&E. Sie zeigt auch: tausende neue Jobs könnten in der Region entstehen, wenn die EU und die nächste Bundesregierung das einzigartige Potential der Region nutzen und entsprechende Rahmenbedingungen setzen.
https://www.transportenvironment.org/te-deutschland/articles/autoindustrie-in-ostdeutschland-tausende-jobs-von-eu-flottengrenzwerten-abhaengig

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Quellen: die oben genannten Quellen

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Kategorie(n): Geschäftsmodelle & Strategien, Märkte & Konjunktur