ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: Economic Experts Survey: Experten in Westeuropa und den USA haben die größte Angst vor Trump (20.01.2025)
Wirtschaftsexpertinnen und -experten erwarten von der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump sehr unterschiedliche Effekte. Während die Befragten in den USA und in Westeuropa extrem pessimistisch sind, erwarten die Antwortenden in anderen Regionen wenig bis keine negativen Auswirkungen oder sind sogar hoffnungsvoll gestimmt. Das geht aus dem Economic Experts Survey hervor, einer vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. „Die Sorge, dass Donald Trump der Wirtschaft schadet, ist vor allem in westlichen Industrieländern verbreitet“, sagt ifo-Forscher Niklas Potrafke. „In Afrika, Lateinamerika und Asien rechnen die Experten dagegen kaum mit negativen Effekten auf das Wirtschaftswachstum ihrer Länder.“
https://www.ifo.de/fakten/2025-01-20/economic-experts-survey/experten-in-westeuropa-und-usa-haben-die-groesste-angst-vor-trump
Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e. V.: Herausforderungen für die transatlantischen Handelsbeziehungen (20.01.2025)
"Wir wünschen Präsident Trump zu seiner zweiten Amtszeit ein gutes Händchen. Auch wenn "America first" im amerikanischen Wahlkampf im Mittelpunkt stand, trägt Trump als Präsident Verantwortung für mehr als nur seine eigenen Landsleute. Gerade für Deutschland ist ein gutes transatlantisches Verhältnis wichtig - sowohl in der Sicherheitspolitik als auch in der Handelspolitik. Die USA sind unser wichtigster Handelspartner, gefolgt von China. An einem Handelskrieg zwischen diesen beiden Staaten kann Deutschland nicht gelegen sein", kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen die heutige Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump.
https://bga.de/im-fokus/artikel/herausforderungen-fuer-die-transatlantischen-handelsbeziehungen/
Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.: Deutsche Wirtschaft fürchtet Donald Trump (20.01.2025)
95 Prozent der Unternehmen erwarten negative Auswirkungen auf ihr Geschäft - Berlin, 20. Januar 2025 – Die deutsche Wirtschaft blickt mit Sorge auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump, der am heutigen Montag seine zweite Amtszeit antritt. 90 Prozent aller deutschen Unternehmen importieren oder exportieren digitale Technologien oder Services – und diese Unternehmen rechnen mit teils massiven Belastungen für ihr Geschäft. 95 Prozent von ihnen gehen davon aus, dass sich die Präsidentschaft Donald Trumps negativ für sie auswirken wird – 43 Prozent rechnen mit „eher negativen“ und 52 Prozent mit „sehr negativen“ Auswirkungen. Nur jedes hundertste Unternehmen nimmt an, dass es keine Auswirkungen auf das eigene Geschäft gibt, mit positiven Effekten rechnet niemand. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 600 Unternehmen aller Branchen in Deutschland ab 20 Beschäftigten. Demnach sinkt auch das Vertrauen der deutschen Wirtschaft in die USA insgesamt rapide: 60 Prozent aller Unternehmen sehen ihr Vertrauen in die Vereinigten Staaten durch den Wahlsieg Donald Trumps „leicht geschwächt“, weitere 37 Prozent sogar „erheblich geschwächt“. Insbesondere für die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft könnte die neue Verunsicherung Folgen haben. Denn ob Endgeräte wie Smartphones oder Laptops, Chips, Software oder Cloud-Services: 87 Prozent der hiesigen Unternehmen importieren digitale Geräte oder beziehen digitale Dienstleistungen aus den Vereinigten Staaten. 81 Prozent sehen sich sogar von diesen Importen abhängig, wie eine aktuelle Studie des Bitkom zum Thema „Digitale Souveränität“ ergeben hat.
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Deutsche-Wirtschaft-fuerchtet-Trump
Deutsche Umwelthilfe e.V.: Deutsche Umwelthilfe zum Amtsantritt von Donald Trump: „LNG-Überkapazitäten machen uns erpressbar“ (20.01.2025)
Berlin, 20.1.2025: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt zum heutigen Amtsantritt von Donald Trump vor den geopolitischen Risiken durch deutsche LNG-Überkapazitäten. Im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, die Förderung von umweltschädlichem Fracking-Gas massiv auszuweiten und weitere Deals für den Export in die EU einzufädeln. Dazu erklärt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Überkapazitäten bei den LNG-Terminals machen uns erpressbar für Trump. Der neue US-Präsident wird nicht zögern, von EU-Kommission und Bundesregierung den Kauf von noch mehr Fracking-Gas zu fordern. Es droht ein schmutziger Deal nach dem Motto ‚Verzicht auf Zölle gegen Import von Fracking-Gas‘. Das wäre nicht nur klimapolitisch eine Katastrophe, sondern auch wirtschaftlich fatal:
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-zum-amtsantritt-von-donald-trump-lng-ueberkapazitaeten-machen-uns-erpressbar/
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Schlagwörter: Statements zur neuen Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident, Economic Experts Survey, Westeuropa, USA, Angst vor Trump, transatlantischen Handelsbeziehungen, "America first", Bitkom, „Digitale Souveränität“, Deutsche Umwelthilfe, LNG-Überkapazitäten, Fracking-Gas
Kategorie(n): Märkte & Konjunktur