Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 03/2026

Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 03/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.


Pressemitteilung: Zwischen Potenzial und Realität: Warum Frauen in der Logistik seltener führen

Die Logistikbranche zählt zu den zentralen Wirtschaftszweigen Deutschlands – doch in ihren Führungsetagen sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Der Frage, warum das so ist, sind Prof. Dr. Fridtjof Langenhan und Prof. Dr. Friedwart Lender gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Supply Chain Management und Logistik an der Hochschule Hof nachgegangen. Die nun veröffentlichte Studie trägt den Titel „Strategien zur Gewinnung und Förderung weiblicher Führungskräfte im Logistikbereich: Ergebnispapier einer Studie an der Hochschule Hof“ und gibt Hinweise auf noch bestehende Hürden für weibliche Führungskräfte. 
In der Logistikbranche sind weibliche Führungskräfte weiterhin eher die Seltenheit; 
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Während der Frauenanteil in Führungspositionen branchenübergreifend in Deutschland bei rund 29 Prozent liegt, erreicht er in der Logistik lediglich etwa 19 Prozent. 
„Die Logistikbranche weist im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen eine besonders ausgeprägte Unterrepräsentanz von Frauen in Führungsfunktionen auf.“ Prof. Dr. Fridtjof Langenhan 
Vor diesem Hintergrund analysiert die Studie sowohl die Ursachen dieser Ungleichverteilung als auch die Faktoren, die die Bereitschaft von Frauen beeinflussen, eine Führungsposition im Logistikbereich anzustreben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Region Hochfranken, die zusätzlich durch standortbezogene Herausforderungen geprägt ist. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Hochschule für angewandte Wissenschaften Hof, 16.01.2026

Pressemitteilung: Studie: Autonome Fahrzeuge können Qualität im ÖPNV massiv verbessern

Erstmals Szenarien für den Einsatz der neuen Technologie in ganz Deutschland berechnet • Größter Nutzen bei flächendeckendem Einsatz von Shuttles und Bussen • Bis zu 50 Prozent weniger Wartezeit für Fahrgäste • Elf Prozent weniger Straßenverkehrsbelastung 
Autonom fahrende Shuttles und Busse können Deutschlands öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf ein neues Qualitätsniveau heben. Das zeigt eine Studie im Auftrag von DB Regio, der Regionalverkehrssparte der Deutschen Bahn. Flächendeckend eingesetzt würde autonomes Fahren das Angebot für die Fahrgäste verbessern, die Verkehrsbelastung in Städten reduzieren und ländliche Gegenden besser anbinden. 
Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ untersucht erstmals anhand von detaillierten Szenarien für das Jahr 2045, wie autonomes Fahren maximalen Nutzen für die Menschen in Deutschland entfalten kann. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit dem Software- und Verkehrsplanungs-Unternehmen ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG. Ein Expertenbeirat hat die Studie begleitet. 
Frederik Ley, Vorstand Straße bei DB Regio: „Autonomes Fahren wird kommen. Die Technologie und die Gesetze für die Anwendung im ÖPNV sind da. Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen – mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug. Damit verbessern wir die Lebensqualität und die Mobilität in Städten und auf dem Land.“ (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Deutsche Bahn AG, 13.01.2026

Pressemitteilung: Batteriewechsel für Lkw ist tragfähiges Konzept

Zweijährige Erprobungsphase der ersten automatisierten Batteriewechselstation für E-Lkw in Europa war erfolgreich 
Die Umstellung auch des Schwerlastverkehrs von Diesel auf elektrisch in Europa ist machbar und im Hinblick auf die Klimakrise geboten. Ein Baustein dazu können neben Schnellladesäulen auch Wechselstationen für standardisierte Batterien von E-Lkw sein, platziert an strategisch ausgewählten Orten an Autobahnen und Logistikzentren. Dies ist das zentrale Ergebnis des Forschungsprojekts „eHaul“ an der TU Berlin, dessen verlängerte Praxisphase nun zu Ende gegangen ist. Das Nachfolgeprojekt UniSwapHD hat bereits eine DIN-Norm für Batteriewechselsysteme auf den Weg gebracht. 
„Wir haben eigentlich etwas gemacht, was in der Industrie nicht üblich ist. Dort wird ein Prototyp erstmal im Labor dauerbelastet, um seine Praxistauglichkeit zu testen. Wir sind gleich damit in die Praxis gegangen“, erklärt Prof. Dr. Stefanie Marker, Hochschuldozentin für Mobile Energiespeicher am Fachgebiet Elektrische Energiespeichertechnik der TU Berlin. Dafür seien ihre Ergebnisse jetzt auch besonders aussagekräftig. Das Wichtigste: Der vollautomatisierte Wechsel der Batterien von in Europa zugelassenen, schweren E-Nutzfahrzeugen ist im Praxisbetrieb innerhalb von wenigen Minuten möglich. Damit stellt der Batteriewechsel eine relevante Ergänzung zum Schnelladen dar, das bei Lkw deutlich länger dauert und sehr große Ladeleistungen erfordert. Zudem stockt der Netzausbau und somit ist die für das Schnelladen nötige Leistung nicht überall verfügbar. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Technische Universität Berlin, 14.01.2026

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Stand: 18.01.2026 / DF