Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 08/2026

Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 08/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.


Pressemitteilung: KI zieht die Notbremse

Informatiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben ein KI-Verfahren entwickelt, das wetter- und umweltbedingte Störungen in Sensordaten autonomer Fahrzeuge zuverlässig erkennt und im Zweifel eine sichere Reaktion wie das Anhalten auslöst. Damit adressiert das vom Bund geförderte Forschungsprojekt AULA-KI entwickelte System ein Kernproblem automatisierter Mobilität: Fahrzeuge müssen nicht nur ihre Umgebung erfassen, sondern auch erkennen, wann ihre eigenen Messdaten nicht mehr verlässlich sind. 
„Autonome Fahrzeuge geraten bei Regen, Schnee, Nebel oder dichtem Bewuchs in eine Lage, die viele aus dem Alltag kennen: Man sieht noch, aber nicht mehr präzise genug für sichere Entscheidungen“, sagt Projektleiter Dr. Christoph Steup von der Fakultät für Informatik der Universität Magdeburg. Genau diese Schwelle mache AULA-KI technisch greifbar, so der Informatiker weiter: „Ein autonomes Fahrzeug muss wissen, wann es seinen eigenen Sensoren noch vertrauen kann und wann nicht. Genau diese Fähigkeit der KI konnten wir deutlich verbessern.“ 
Unsichere Sensordaten bedeuten dabei nicht gänzlich fehlende Informationen, sondern vorhandene Messwerte mit sinkender Verlässlichkeit. Tropfen und Flocken können als Störsignale scheinbare Hindernisse erzeugen, Nebel schwächt oder streut Signale, dichter Pflanzenbewuchs verdeckt Sichtlinien wie ein zugezogener Vorhang. Für die Sicherheit eines autonomen Fahrzeugs ist entscheidend, dass es diese Unsicherheit erkennt, bevor es falsch reagiert. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 18.02.2026

Pressemitteilung: EV Deployment Guidelines

Smart Freight Centre has released the EV Deployment Guidelines, a comprehensive resource co-developed with Maersk to guide fleet owners through the electrification of trucking operations. This marks a pivotal step in accelerating the global shift to eTrucking, which goes far beyond emissions cuts - it's a fundamental transformation of logistics business models, infrastructure, and strategies. 
The transition to electric trucks represents one of the most signficant shift in logistics history. Rather than just an emissions reduction solution; it is an invitation to completely overhaul our operating and business models. At SFC, we've spent years clearing the path by partnering with shippers, LSPs, carriers, OEMs, charging ecosystems, and policymakers to identify challenges and best practices. 
Maersk has been an invaluable partner in this journey. They've supported key initiatives like the Electric Drayage Alliance and shared hard-won insights from their own pilots and business integration efforts. This guideline is the direct result of that partnership, offering fleet owners a pragmatic framework to escape the "pilot trap" and scale effectively. 
This document equips industry leaders with structured phases (Planning, Implementation, Execution/Pilot, and Scaling) proven by real-world success, ensuring actionable steps for sustainable fleet transformation during this messy but inevitable transition. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Smart Freight Centre, 18.02.2026

Pressemitteilung: Innovative Funktechnologie zur Echtzeit-Ortung

Fahrgäste sollen künftig noch genauer wissen, wann ihre U-Bahn einfährt: Dafür erproben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gemeinsam mit dem Berliner Startup MOXZ eine weltweit neuartige Funktechnologie im Berliner U-Bahn-Netz. Ziel des Pilotprojekts ist es, U-Bahnen auch im Tunnel in Echtzeit und metergenau zu lokalisieren. So werden die Ankunftsanzeigen auf den Bahnsteigen präziser – und die Leitstelle behält den Betrieb sekundengenau im Blick. Die ersten Tests auf der U2 sind jetzt gestartet. 
Anders als bisherige Systeme funktioniert die MOXZ-Technologie ohne GPS/GNSS und ohne durchgehende Sichtverbindung. Hierfür werden U-Bahnen und Stationen mit eigens entwickelten MOXZ-Funkgeräten ausgestattet. Über die Laufzeitbestimmung der Funksignale zwischen Station und Zug kann die Entfernung in Echtzeit berechnet werden. Dank gezielter Funkreflexionen im Tunnel ist dies auch ohne direkte Sichtverbindung möglich. So kann kontinuierlich ermittelt werden, wo sich eine U-Bahn befindet, wie schnell sie fährt und wie viele Sekunden es noch bis zur nächsten Einfahrt sind. 
„Smarte Innovationen sind ein zentraler Baustein für einen stabilen und verlässlichen Betrieb“, sagt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG. „Wenn es gelingt, die Bahnen auch im Tunnel jederzeit präzise zu lokalisieren, profitieren davon sowohl unsere Leitstellen als auch unsere Fahrgäste – durch aktuellere Anzeigen, bessere Prognosen und mehr Transparenz im Betrieb.“ (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) - AöR -, 18.02.2026

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Stand: 22.02.2026 / DF