Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 10/2026
Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 10/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.
Pressemitteilung: Staus ein Schnippchen schlagen: DFG-Projekt will urbane Lieferketten optimieren
Rund 4,3 Milliarden Pakete werden jährlich in Deutschland verschickt – ein erheblicher Teil davon landet in dicht besiedelten Innenstädten. Dort treffen steigende Liefermengen auf begrenzten Raum, Verkehrsprobleme und ökologische Herausforderungen. Wie sich innerstädtische Transportsysteme effizienter und trotz Verspätungen und Staus zuverlässiger organisieren lassen, untersucht ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt an der KU.
Unter dem Titel „Resilienzstrategien für die urbane Logistik unter Störungen“, kurz ReSCueD, will Prof. Dr. Pirmin Fontaine, Professor für Logistik und Operations Analytics, mit seinem Team mathematische Modelle und Entscheidungsunterstützungsverfahren entwickeln, die urbane Lieferketten widerstandsfähiger gegenüber Störungen machen. „Uns geht es um die sogenannte letzte Meile, das heißt, um den Teil der Lieferkette innerhalb der Stadt“, sagt Fontaine. Die Nachfrage nach urbaner Logistik steige seit Jahren kontinuierlich bei gleichzeitig zunehmenden Verkehrs- und Umweltproblemen in den Städten. „Wenn man sich Statistiken anschaut, erhält ein Haushalt in Deutschland heute im Schnitt mehr als 100 Pakete pro Jahr“, erklärt Fontaine. „Uns geht es zudem nicht nur um die wachsende E-Commerce-Sparte. Wenn wir von Stadtlogistik sprechen, sind sämtliche Warenströme im urbanen Raum gemeint – beispielsweise auch von Industrie und Einzelhandel.“. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 02.03.2026
Pressemitteilung: Papierverpackungen ohne Klebstoffe verschließen
Papierverpackungen bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber ihren Pendants aus Kunststoff: Sie zeichnen sich durch eine hohe Recyclingquote, geringere CO₂-Emissionen und niedrigere Entsorgungskosten aus. Allerdings lassen sie sich bislang nicht ohne zusätzliche Klebstoffe oder Kunststoffschichten verschließen – ein Nachteil für Herstellungs- und Recyclingprozesse. Im Projekt PAPURE entwickeln vier Fraunhofer-Institute ein laserbasiertes Verfahren, das komplett klebstofffreie Papierverpackungen ermöglicht.
Da Kunststoffverpackungen einen großen Anteil des Plastikmüllaufkommen ausmachen, steigt die Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungsmöglichkeiten. Ein Material, das sich als nachhaltige Alternative zu Kunststoff immer größerer Beliebtheit erfreut, ist Papier. Das Problem: Für das Verschließen von Papierverpackungen ist der Zusatz von Fremdstoffen wie Klebstoff oder Kunststoff erforderlich. Diese Zusatzstoffe verunreinigen das Papier, erschweren den Recyclingprozess, mindern die Qualität des Recyclingmaterials und stellen damit eine erhebliche Herausforderung im sonst etablierten und effizienten Recyclingprozess von Papier dar. Im Projekt PAPURE verfolgen die Fraunhofer-Institute für Angewandte Polymerforschung IAP, für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV und für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU das Ziel, das Verschließen von Papierverpackungen ohne den Einsatz jeglicher Fremdstoffe zu realisieren, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern. Die Institute bündeln ihre Expertise für die Entwicklung eines Fügeprozesses, der die Modifikation des Papiers durch Laservorbehandlung vorsieht, sodass es sich im Nachgang mittels eines Heißsiegelverfahrens direkt fügen lässt. Im Fokus des Vorhabens stehen die Analyse von verschiedenen Papieren sowie Materialcharakterisierung (Fraunhofer IAP), die laserbasierte Oberflächenmodifikation (Fraunhofer IWS), die Entwicklung eines innovativen Fügesystems (Fraunhofer IVV) und die Etablierung eines industrienahen Demonstrators (Fraunhofer IWU). Am Fraunhofer IWU in Dresden entsteht eine Fertigungsanlage im Labormaßstab, die den Prozess für die Herstellung eines typischen Verpackungsmittels abbildet. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 02.03.2026
Pressemitteilung: Wenn Frachten ein Klimaetikett tragen: Wie Logistik sich neu organisiert
Forschungsprojekt FloTUV
Strengere Umweltauflagen und eine wachsende Nachfrage nach klimafreundlichen Lieferungen verändern die Warenlogistik. Das Resultat: heterogene Flotten mit unterschiedlichen Reichweiten, Kapazitäten, Kosten und insbesondere Emissionswerten.
Wie Logistik sich neu organisiert, dazu forschen Wissenschaftler der Hochschule RheinMain (HSRM) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das Forschungsvorhaben „Flottengestaltung und Tourenplanung bei heterogenen Umweltpräferenzen von Verladern (FloTUV)“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Gesamtvolumen von rund 464.000 Euro gefördert.
Fuhrparks von Logistikunternehmen sind bislang von Diesel-Lkw dominiert. Sukzessive werden diese Fahrzeuge durch batterieelektrische oder andere nachhaltige Antriebssysteme ersetzt. Daraus entstehen neue Herausforderungen: „Bisher zählt in der Tourenplanung vor allem Wirtschaftlichkeit und Pünktlichkeit. In Zukunft werden auch die Emissionen eines Transportprozesses eine wichtige Zielgröße für Logistikunternehmen und deren Kund:innen darstellen. Logistikunternehmen stehen damit vor der Herausforderung, Transporte so zu planen, dass möglichst alle Kund:innen genau diejenige Transportdienstleistung erhalten, die ihren Wünschen etwa hinsichtlich der Emissionen oder Kosten am besten entspricht“, erklärt Prof. Dr. Thomas Kirschstein vom Fachbereich Wiesbaden Business School der HSRM. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Hochschule RheinMain, 02.03.2026
Weitere News aus Logistik, Verkehr, Supply Chain Management (SCM) und Mobilität finden Sie unter:
https://www.explortal-logistics.net/news/uebersicht
Ein Service von Explortal-Logistics – Fachinformationen für die Logistik.
Stand: 07.03.2026 / DF