Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 16/2026
Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 16/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.
Pressemitteilung: Von der Idee bis zur ersten Probefahrt: Reiner Ammoniak-Antrieb erstmals realisiert
Ein Motor, der ausschließlich mit Ammoniak betrieben wird – ohne Beimischung fossiler Energieträger: Seine Basistechnolgie für diesen Entwicklungssprung zeigt das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM auf der Hannover Messe 2026. Die erfolgreiche Umsetzung ist das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungsarbeit für die Firma First Ammonia Motors und markiert einen Meilenstein für klimafreundlichere Antriebstechnologien. Ausschnitte aus dem Video der Probefahrt werden am Messestand zu sehen sein.
Am Anfang stand eine grundlegende Fragestellung: Kann Ammoniak als kohlenstofffreier Energieträger nicht nur gespeichert und transportiert, sondern auch direkt nur mit Beimischung von Wasserstoff in einem Motor genutzt werden? Während Ammoniak in der Energieforschung bereits seit Jahren diskutiert wird, galt seine Nutzung in Verbrennungssystemen lange als technisch anspruchsvoll – insbesondere aufgrund seines Zündverhaltens und potenzieller Emissionen.
First Ammonia Motors hat hierfür ein Motorkonzept entwickelt, das speziell auf die Eigenschaften von Ammoniak ausgelegt ist. Parallel dazu hat das Fraunhofer IMM seine Kompetenzen in der Entwicklung von Reaktoren mit mikrostrukturierten Kanälen und neuartigen, hochaktiven und langzeitstabilen Katalysatoren für kompakte Cracker Systeme eingebracht. Das Ergebnis ist eine hohe Systemeffizienz durch die Nutzung von Abgasen zum Beheizen der Reaktoren. Abgesehen vom Start des Fahrzeugs wird kein zusätzlicher Treibstoff oder Elektrizität benötigt.
Erster Motor im reinen Ammoniakbetrieb (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM, 14.04.2026
Pressemitteilung: Arbeit für rund 2 Dollar pro Stunde: Humanoide Roboter als nächste Billionen-Dollar-Industrie
• Neue Roland Berger Studie prognostiziert langfristig mehrere Billionen USD Marktvolumen.
• Milliardenchance für Industrie, Zulieferer und Technologieanbieter.
• Europa benötigt eigene industrielle Strukturen, um von den Vorteilen zu profitieren.
München, April 2026: Humanoide Roboter stehen vor dem Sprung aus der Prototypenphase in die industrielle Skalierung. Die aktuelle Roland Berger Studie Humanoid Robots 2026 – The Convergence Moment for a New Market zeigt: Durch Fortschritte bei KI und Robotik-Hardware könnten humanoide Systeme perspektivisch zu Betriebskosten von rund zwei US-Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie Deutschland ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Laut der Studie dürften Robotik-Hersteller bis 2035 einen Umsatz von 300 Milliarden US-Dollar erreichen; in optimistischeren Rechenszenarien bis zu 750 Milliarden US-Dollar. Langfristig könnte der Markt bis zu vier Billionen US-Dollar erreichen, und damit das Potenzial, eine Marktgröße wie die der Automobilindustrie zu erlangen.
„Wir erleben gerade, wie technologische Machbarkeit auf wirtschaftliche Notwendigkeit trifft. Die entscheidende Frage ist also nicht mehr, ob humanoide Roboter kommen, sondern wie schnell sie skalieren,“ sagt Thomas Kirschstein, Partner bei Roland Berger. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Roland Berger GmbH, 09.04.2026
Pressemitteilung: Für effiziente und kompakte Bahnfahrwerke der Zukunft: DLR nimmt Prototypen in Betrieb
• Mit der DLR-Forschungsplattform FuN können erstmals Bahnfahrwerke mit mechatronischer Spurführung im Maßstab 1:1 untersucht und getestet werden.
• Ein entscheidendes Arbeitsfeld für den Schienenverkehr von morgen ist die Entwicklung kompakter Einzelrad-Fahrwerke.
Hochgeschwindigkeitszüge von morgen sollen sicherer sein, zuverlässig, komfortabel, besonders energieeffizient und ressourcenschonend – und zugleich möglichst leise. Die Bahn als umweltverträglicher Verkehrsträger spielt in Zukunft eine zunehmende Rolle im Personen- und Güterverkehr. Gleichzeitig steigen die Anforderungen von Herstellern und Betreibern. Die technische Zuverlässigkeit und Robustheit, Themen wie Barrierefreiheit, Komfort und Lärmschutz sowie die Wirtschaftlichkeit im Betrieb müssen weitergedacht und miteinander in Einklang gebracht werden. Dazu bedarf es innovativer Technologien, und die Fahrwerkstechnologie spielt dabei eine Schlüsselrolle. Um die Forschung und Entwicklung in diesem Feld zu unterstützen, eröffnete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 16. April 2026 an seinem Standort Oberpfaffenhofen die Forschungsinfrastruktur „FuN – Forschungsplattform der Zukunft“. Mit der Anlage können erstmals Bahnfahrwerke mit mechatronischer Spurführung im Maßstab 1:1 untersucht und getestet werden.
„FuN ermöglicht es, eine hochkomplexe Komponente wie zum Beispiel moderne Einzelrad-Fahrwerke ganzheitlich zu betrachten – von der Mechanik und dem Zusammenspiel von Rad und Schiene über Arbeitsfelder wie Antrieb, Regelung, Leichtbaukomponenten oder Sicherheitsfragen bis hin zum ‚digitalen Zwilling‘ und der Software-Simulation“, sagte Prof. Meike Jipp, Bereichsvorständin für Energie und Verkehr des DLR. „Gemeinsam mit Industrie und Forschung lassen sich so Lösungen entwickeln, die den Schienenverkehr von morgen effizienter, leiser und komfortabler machen. Wir laden Unternehmen und Institutionen ein, unsere Plattform zu nutzen und gemeinsam mit uns die Mobilität von morgen zu gestalten.“ (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), 17.04.2026
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Ein Service von Explortal-Logistics – Fachinformationen für die Logistik.
Stand: 19.04.2026 / DF