Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 19/2026

Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 19/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.


Pressemitteilung: Passgenaue Verpackungen per 3D-Druck für nachhaltige Logistik

DBU fördert Startup Palprint mit 125.000 Euro 
Osnabrück/Paderborn. Übergroße Einwegverpackungen sind nach wie vor Standard in der industriellen Logistik. Das Startup Palprint aus Paderborn will dies ändern und erarbeitet ein System für einen nachhaltigen Verpackungskreislauf – mit passgenauen Verpackungen per 3D-Druck aus recyceltem PET. Nach Nutzung dienen sie nahezu vollständig wieder als Rohstoff für neue Verpackungen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Startup mit 125.000 Euro. Ab morgen (Montag) ist Palprint gemeinsam mit der DBU in München auf der dort beginnenden Fachmesse für Umwelttechnologien IFAT vertreten. 
Vermeidung von übergroßen Verpackungen und unnötigen Müllmengen 
Eine funktionierende Logistik ist für viele Branchen in Deutschland „Motor für erfolgreiches Wirtschaften“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Transport, Umschlag und Lagerung von Gütern bieten zugleich viele Komponenten für mehr Nachhaltigkeit – und zudem Optionen für wirtschaftliche Optimierung“, so Bonde weiter. Einen solchen innovativen Ansatz entwickelt das Startup Palprint – eine Ausgründung aus der Garage33, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn. Das junge Unternehmen konzentriert seine Tätigkeit derzeit auf den Maschinen- und Anlagenbau, um speziell dieser Branche die Fertigung individueller Verpackungen per 3D-Druck zu ermöglichen. Hierbei werden Materialen in einem Drucker Schicht für Schicht aufgetragen, um dreidimensionale Objekte herzustellen. Die Palprint-Gründer Paul Lindner und Andreas Ribul-Olzer: „Wir stellen Verpackungen in den Firmen passgenau für das jeweilige Bauteil her.“ Die Basis sei recyceltes PET – ein Kunststoff, der auch bei vielen Ein- und Mehrwegflaschen zum Einsatz kommt. Gelöst werden soll auf diese Weise folgende Herausforderung: „Oft bestellen Firmen große Mengen standardisierter Verpackungen, die für die speziellen Bauteile im Maschinenbau nicht gemacht sind und Übergröße haben“, erklären die Palprint-Gründer. „Diese Verpackungen müssen aufwändig gelagert werden und landen nach einmaligem Benutzen im Müll.“ Durch die 3D-Methode will Palprint derartigen Abfall erheblich minimieren. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 04.05.2026

Pressemitteilung: Whitepaper des Fraunhofer IML - Battery Swapping fördert Elektrifizierung bei standardisierten Lkw-Verkehren

Der automatisierte Austausch entladener gegen vollgeladene Antriebsbatterien bei schweren E-Lkw (Battery Swapping) kann unter definierten Voraussetzungen eine schnelle zusätzliche Option zum Aufladen an einer Ladesäule sein – besonders bei infrastrukturellen Netz- oder Flächenrestriktionen. Mit dem gezielten Aufbau automatisierter Wechselstationen kann die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs beschleunigt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt ein Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, dessen Erarbeitung von Unternehmen aus dem Arbeitskreis CO₂-freie Logistik des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik initiiert und begleitet wurde. 
Ein operativer Mehrwert kann vor allem bei besonders zeitkritischen Prozessen und standardisierten Korridorverkehren – Hub-to-Hub-Verkehren im Mehrschichtbetrieb oder 24/7-Werk- und Shuttleverkehren – entstehen. Neben der Optimierung von Rundläufen gibt es systemische Vorteile: Wechselstationen können durch große Speicherkapazitäten und eine steuerbare Energieabnahme zur Entlastung der Stromnetze beitragen. Zudem ist der Flächenbedarf für automatisierte Wechselstationen deutlich geringer als für Ladeparks für schwere Lkw. 
Das Whitepaper identifiziert aber auch Hürden: Noch fehlt es an Standardisierung, die eine herstellerübergreifende mechanische Interoperabilität verschiedener Fahrzeug- und Batterietypen zulässt. Offen sind auch Fragen u. a. zu Eigentum und Haftung sowie zu Höhe des Investitionsbedarfs für automatisierte Wechselstationen und Batteriepools. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV), 05.05.2026

Pressemitteilung: Branchenweites Novum: DHL Express führt KI-gestützte Erkennung von Sendungsinhalten ein

Mithilfe moderner Computer-Vision-Technologie wird das Foto eines Versandartikels analysiert und in Sekunden automatisch in eine präzise, zollkonforme Beschreibung überführt. 
• Sofortige, zollkonforme Beschreibung per Foto 
• Bessere Datenqualität, weniger Verzögerungen, schnellere Abfertigung und ein optimiertes Kundenerlebnis 
Bonn - DHL Express stellt eine KI-gestützte Lösung zur Identifikation von Sendungsinhalten vor - eine Innovation, die es in dieser Form in der globalen Expresslogistik bislang nicht gab. Mithilfe moderner Computer-Vision-Technologie wird das Foto eines Versandartikels analysiert und in Sekunden automatisch in eine präzise, zollkonforme Beschreibung überführt. Damit wird einer der bislang aufwendigsten Schritte im internationalen Versand deutlich vereinfacht. 
Die Lösung ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen von DHL Express, den internationalen Versand durch praxisnahe, kundenorientierte Innovationen leichter zugänglich zu machen. Bisher erforderte die korrekte Beschreibung von Sendungsinhalten fundiertes Fachwissen und eine sorgfältige Formulierung. Durch die Integration von KI direkt in den Buchungsprozess entfällt diese Hürde: Die Datenqualität steigt, Verzögerungen werden reduziert und der Versand wird insgesamt einfacher und zuverlässiger - unabhängig vom Erfahrungsstand des Kunden. 
Für die Nutzung genügt es, den zu versendenden Artikel mit einem Smartphone oder einem anderen Gerät zu fotografieren. Das System analysiert das Bild serverseitig, erkennt den Gegenstand und erstellt innerhalb weniger Sekunden eine strukturierte, zollkonforme Beschreibung gemäß internationalen Standards. Der Vorschlag wird dem Kunden anschließend angezeigt und kann bei Bedarf angepasst oder überschrieben werden, bevor die Sendung finalisiert wird. Eine Registrierung bei DHL Express ist nicht erforderlich. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Deutsche Post AG, 07.05.2026

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Stand: 10.05.2026 / DF