Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 26/2026

Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 26/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.


Pressemitteilung: RWTH Aachen quantifiziert zukünftigen Energie- und Leistungsbedarf des Logistiksektors

Logistik in Deutschland wird mehr Strom benötigen als Stahl- und Chemieindustrie zusammen 
Bis 2045 wird der jährliche Strombedarf des Logistiksektors in Deutschland auf 186 Terawattstunden (TWh) steigen und damit achtmal höher sein als heute. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom DSLV Bundesverband Spedition und Logistik in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University. Untersucht wurde der zukünftige elektrische Energie- und Leistungsbedarf für Logistikimmobilen sowie für den Straßen- und den Schienengüterverkehr im Transformationszeitraum 2025 bis 2045. 
Wesentlicher Treiber des stark wachsenden Strombedarfs ist die gesetzlich vorgeschriebene Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. In einem Baseline-Szenario gehen die Wissenschaftler von einem hohen Umsetzungsgrad der europäischen Regulatorik zu den CO2-Flottengrenzwerten aus, wonach ab 2040 bereits 90 Prozent aller neu zugelassenen Lkw lokal emissionsfrei sein müssen. Dem Szenario zufolge entfallen auf den Straßengüterverkehr 2045 155,8 TWh. Das sind 83,8 Prozent des gesamten Strombedarfs der untersuchten Teilsektoren. Beim Betrieb von Logistikimmobilien wie Distributionszentren, Fulfillment-Center, Cross-Docks, Kühlhäuser und Hochregallager werden 22,3 TWh (12,0 Prozent) verbraucht, der Bedarf des Schienengüterverkehr beläuft sich auf weitere 7,8 TWh (4,2 Prozent). (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV), 23.06.2026

Pressemitteilung: Mobilitätswende braucht mehr Spielräume statt Verzichtsdebatten

ISOE-Impuls zeigt: Menschen verändern ihr Mobilitätsverhalten vor allem dann, wenn sie nachhaltige Alternativen selbst ausprobieren können. 
Die öffentliche Debatte über die Mobilitätswende wird häufig von Hindernissen, Verzichtsforderungen oder technologischen Heilsversprechen geprägt. Aus Sicht der Mobilitätsforschenden Jutta Deffner und Luca Nitschke vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) greift diese Perspektive jedoch zu kurz. In ihrem Impuls zeigen sie auf Basis aktueller Ergebnisse aus der Mobilitätsforschung, dass Veränderungen im Mobilitätsverhalten vor allem dann gelingen, wenn Menschen neue Mobilitätsangebote im Alltag selbst ausprobieren und erfahren können. 
Ob fehlende Radwege, lückenhafter öffentlicher Nahverkehr oder weite Wege zwischen Wohnort, Arbeitsplatz und Kinderbetreuung – für viele Menschen sind nachhaltige Mobilitätsformen bislang nur eingeschränkt alltagstauglich. Gleichzeitig unterstützen bestehende politische Anreize und eingespielte Routinen weiterhin die Nutzung des Autos. Dadurch wird eine nachhaltige Mobilitätswende häufig als zusätzliche Belastung wahrgenommen. „Die Mobilitätswende scheitert nicht in erster Linie an mangelnder Bereitschaft der Menschen. Sie scheitert häufig daran, dass nachhaltige Alternativen im Alltag gar nicht oder nur schwer erfahrbar sind. Wer aber neue Mobilitätsformen unter realen Bedingungen ausprobieren kann, bewertet sie oft völlig anders als in der abstrakten politischen Debatte“, sagt Jutta Deffner. 
Mobilitätsexperimente machen Veränderungen erfahrbar (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH, 24.06.2026

Pressemitteilung: What impacts will automated ridehailing services have on the EU economy?

Robotaxis (ridehailing services using highly automated - SAE Level 4 or higher systems - vehicles) are no longer a distant vision but are already becoming part of European traffic. 
With a recent commercial launch in Zagreb, they are expected to be launched in Zurich, Madrid, London and several other European cities later this year. 
The European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC)’s Connected, Cooperative and Automated Mobility (CCAM) 2050 Roadmap sets out a long term European vision for CCAM highlighting the importance of social inclusion and equity, stating that: “Users and usage are in the centre of a development where technology needs are derived from societal targets. CCAM plays an important role in meeting the EU ‘Smart and sustainable mobility strategy’ …European industry [shall] provide competitive, attractive, safe and affordable services and vehicles that ensure mobility and access of goods for all persons.” 
A 2026 study on ‘Expected Impact of the Deployment of Automated Vehicles in the EU’ by the Panel for the Future of Science and Technology (STOA), European Parliament envisions three distinct opportunities for Automated Vehicle (AV) deployment in the EU: ‘European Leadership,’ ‘Selective Strengths and Dependencies,’ and ‘External Dependence’. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Steer Davies & Gleave Limited, 23.06.2026

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Stand: 28.06.2026 / DF