Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 32/2026

Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 32/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.


Pressemitteilung: Modulares Konzept bringt Verkehr auf Schiene und Straße näher zusammen

• Mit Pods4Rail hat das DLR gemeinsam mit weiteren Beteiligten aus Forschung und Industrie ein modulares Mobilitätskonzept entworfen. 
• Mit ihm sollen Personen und Güter künftig durchgängig über mehrere Verkehrsträger hinweg befördert werden. 
• Dazu wechseln standardisierte Kapseln automatisiert zwischen Trägereinheiten für Schiene, Straße und Seilbahn. 
• Schwerpunkte: Verkehr, Mobilität der Zukunft, Schienenverkehr, Supermodalität 
Im EU-Projekt Pods4Rail hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Beteiligten aus Forschung und Industrie ein neuartiges, automatisiertes Mobilitätskonzept entwickelt. Es soll den Verkehr auf der Schiene enger mit der Straße oder Seilbahnen verknüpfen. Der Ansatz von Pods4Rail ist modular: Kapseln für den Transport von Personen und Gütern, sogenannte Pods, werden mit mobilen Untersätzen für unterschiedliche Verkehrsmittel, den Trägereinheiten, kombiniert. Die Trägereinheiten umfassen die jeweils notwendigen Komponenten wie Fahrwerk, Antrieb, Energieversorgung und weitere technische Systeme. 
Das Unternehmen Siemens Mobility hat das Projekt mit insgesamt 15 Beteiligten aus sieben europäischen Ländern koordiniert. Es wurde mit rund drei Millionen Euro von der Europäischen Union im Rahmen des Gemeinsamen Unternehmen für Europas Eisenbahnen Europe’s Rail und des Forschungsprogramms Horizon Europe gefördert. Das DLR war die größte Forschungseinrichtung im Projekt. Insgesamt beteiligten sich fünf DLR-Institute an der Studie. Sie brachten die Kompetenzen des DLR entlang der gesamten Entwicklungskette von Fahrzeugen für Schiene und Straße ein. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), 06.08.2026

Pressemitteilung: Digitale Plattform „RadSim“ der TU Dresden unterstützt Kommunen bei der Planung einer besseren Radinfrastruktur

Wie verändern neue Radwege, Fahrradstraßen oder Verkehrsberuhigungen den Radverkehr in einer Kommune? Welche Infrastrukturmaßnahmen werden von Radfahrenden angenommen und führen dazu, dass Menschen gern mit dem Fahrrad unterwegs sind? Antworten auf diese Fragen liefert RadSim, eine neue Webplattform der Technischen Universität Dresden (TUD), die ab sofort Kommunen bei der datenbasierten Radverkehrsplanung unterstützt. 
Die im Rahmen des Forschungsprojekts „Radverkehrssimulation zur Verbesserung der kommunalen Radverkehrsplanung (RadSim)“ entwickelte Anwendung simuliert auf Basis wissenschaftlicher Modelle, wie sich Veränderungen im Verkehrsnetz auf die Wahl der Routen und die Verteilung der Radverkehrsströme auswirken. Kommunen können so verschiedene Szenarien simulieren, unkompliziert miteinander vergleichen und deren Auswirkungen auf den Radverkehr virtuell erproben, bevor sie umgesetzt werden. Dadurch lassen sich Planungsprozesse fundierter gestalten und Investitionsentscheidungen auf eine belastbare Datengrundlage stützen. 
„Mit RadSim stellen wir erstmals ein wissenschaftliches Werkzeug bereit, mit dem sich unterschiedliche Planungsvarianten bereits vor ihrer Umsetzung realitätsnah simulieren lassen. Das schafft eine fundierte Entscheidungsgrundlage und hilft dabei, öffentliche Mittel dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für den Radverkehr und die Menschen vor Ort haben“, so Projektleiter Dr.-Ing. Stefan Huber. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Technische Universität Dresden, 06.08.2026

Pressemitteilung: Neues Projekt bringt Wasserstoff auf Passagierschiffe

Forschende entwickeln Metallhydridspeicher für Energieversorgung im Hafen 
Im Rahmen des neuen Projekts H2MASS entwickeln Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Meyer Werft und der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) einen innovativen Wasserstoffspeicher für den Hafenbetrieb eines Passagierschiffes. Das bordeigene System soll eine emissionsfreie Energieversorgung ermöglichen. H2MASS leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der Schifffahrt. 
Die maritime Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Der Seeverkehr verursacht ca. 3 % der globalen CO₂-Emissionen – ein Anteil, der durch den wachsenden Welthandel weiter steigen könnte. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen, etwa durch EU-Emissionshandel und die Umsetzung der FuelEU Maritime-Verordnung zur schrittweisen Dekarbonisierung des Seeverkehrs. Die Reduktion maritimer Emissionen stellt besonders im Hafen eine große Herausforderung dar. Landstrom ist derzeit nicht flächendeckend verfügbar und ist mit hohen Kosten und erheblichem Infrastrukturaufwand für große Passagierschiffe verbunden. Eine Alternative dazu könnte ein bordeigenes Wasserstoffsystem zur emissionsfreien Energieversorgung sein. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Helmholtz-Zentrum hereon GmbH, 03.08.2026

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Stand: 09.08.2026 / DF