Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 42/2026
Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 42/2026. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.
Pressemitteilung: Sensoren an Ampeln und in Autos vernetzen - Mit KI schneller auf Verkehrsgefahren reagieren
Forschende der Technischen Universität München (TUM) und von der BMW Group haben Sensordaten aus Fahrzeugen, von Ampeln und Schilderbrücken so zusammengeführt, dass sich daraus konkrete Verkehrsempfehlungen ableiten lassen. In weniger als 100 Millisekunden erstellt das KI-System ein digitales Lagebild und leitet daraus Empfehlungen ab.
In Kürze
• Aus Echtzeitmessungen von Kameras, Lidaren und Radaren wird ein aktuelles Bild der Verkehrssituation.
• KI bringt die Perspektiven von Auto, Ampeln und Schilderbrücken in ein Bild.
• TUM-Zusammenarbeit mit BMW Group
Wenn das BMW-Testfahrzeug sich der Kreuzung nähert, hat die künstliche Intelligenz bereits alle Informationen von relevanten Sensoren eingesammelt, die sich in der Nähe befinden. Das sind zum einen Infrastruktur-Sensoren, die an den Schilderbrücken einer Kreuzung angebracht sind, sowie Kameras, Radare und ein Lidar auf dem Dach des Testfahrzeugs. Der Bildschirm im Fahrzeug zeigt sämtliche Verkehrsteilnehmer, die sich von rechts und links, sowie von vorne und hinten auf die Kreuzung zubewegen, auf bis zehn Zentimeter genau. Und die KI prognostiziert permanent, wo sich die Autos, Fahrräder und Fußgänger hinbewegen werden. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Technische Universität München (TUM), 12.10.2026
Pressemitteilung: Erfolgreicher Abschluss des Forschungsprojekts RAIN
Die Binnenschifffahrt steht vor einem technologischen Wandel durch den zunehmenden Einsatz autonomer und automatisierter Schiffssysteme. Bislang fehlte jedoch eine ganzheitliche Betrachtung darüber, wie sich diese Entwicklungen auf die Hafeninfrastruktur, die Umschlagprozesse und die Schiffsabfertigung, das Personal an Bord und Land und die zugehörigen Kompetenzprofile sowie die Geschäftsmodelle und die Vorschriftenlage auswirken und welche konkreten Anforderungen daraus für die Häfen entstehen. Das Vorhaben schließt diese wissenschaftliche Lücke, indem es die Automatisierung in der Binnenschifffahrt ganzheitlich untersucht und dabei sowohl die konkreten Anforderungen an die Häfen als auch deren Auswirkungen vor Ort berücksichtigt. Die Projektergebnisse bieten den deutschen Binnenhäfen damit erstmals ein fundiertes Kompendium, aus dem Anpassungsmaßnahmen – etwa in den Bereichen Investitionen, Aus- und Weiterbildung sowie Geschäftsmodellinnovationen – abgeleitet werden können.
Im Rahmen des rund zweijährigen Projekts (Laufzeit von Januar 2024 bis März 2026) hat der BÖB gemeinsam mit dem DST-Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e. V. und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) diese Herausforderungen erstmals systematisch analysiert. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Future Mobility Partnership e.V., 15.10.2026
Pressemitteilung: CO₂ direkt in Kraftstoffe und Chemikalien umwandeln
Herstellungswege für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF): (1) nicht nachhaltig aus fossilem Rohöl, (2) aus biogenen Fetten und Ölen (HEFA), (3) aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO₂ über die Fischer-Tropsch-Synthese (PtL), (4) über die Herstellung und Weiterverarbeitung von Methanol aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO₂ (PtL) sowie (5) durch die direkte elektrochemische Umwandlung von CO₂ zu Ethylen und dessen Weiterverarbeitung zu Flugkraftstoff. Bei den Wegen 3 und 4 führt die Herstellung über die Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff, während bei Variante 5 CO₂ direkt elektrochemisch in den Ausgangsstoff Ethylen umgewandelt wird und sich dadurch die Prozesskette verkürzt.
TU Berlin startet zwei Forschungsprojekte zur direkten elektrochemischen CO₂-Umwandlung – ohne den Umweg über Wasserstoff
Kohlendioxid soll künftig nicht nur vermieden oder abgeschieden, sondern als Rohstoff genutzt werden: Forschende der Technischen Universität Berlin arbeiten an Verfahren, mit denen sich CO₂ mithilfe von Strom direkt in chemische Grundstoffe und Bausteine für synthetische Kraftstoffe umwandeln lässt. Zwei neue Forschungsprojekte werden dabei in den kommenden drei Jahren unterschiedliche Herausforderungen in den Blick nehmen: Während JEThylen die direkte elektrochemische Umwandlung von CO₂ in Ethylen als Ausgangsstoff für synthetischen Flugkraftstoff weiterentwickelt, arbeitet INNOCELL an leistungsfähigeren und skalierbaren Elektrolysezellen für die CO₂-Umwandlung. Für beide Projekte erhält das Fachgebiet Technische Elektrochemie und Elektrokatalyse der TU Berlin insgesamt rund 2,6 Millionen Euro. (.… → zur Pressemitteilung)
Quelle: Technische Universität Berlin, 15.10.2026
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Stand: 18.10.2026 / DF