Explortal-Logistics - Newsletter: Aktuelles aus Forschung & Transfer – KW 49/2025

Der “EL-Newsletter Forschung & Transfer” ist eine wöchentlich redaktionell zusammengestellte Auswahl von Pressemitteilungen aus den Fachgebieten Logistik, Verkehr, Supply Chain Management und Mobilität. Die vorliegende Ausgabe umfasst Auszüge von ausgewählten Mitteilungen aus der KW 49/2025. Zum Lesen der vollständigen Mitteilung klicken Sie bitte auf den jeweils angegebenen Link.


Pressemitteilung: Wie man unteilbare Pakete am besten verschickt

TU-Mathematikerin entwickelt Algorithmus für Waren- und Datentransport
Die Mathematikerin Srinwanti Debgupta hat in ihrer Masterarbeit einen Algorithmus entwickelt, mit dem Waren oder Daten in einem Netzwerk möglichst effizient versandt werden können, ohne einzelne Paletten, Container oder Datenpakete aufteilen zu müssen. Ihren Ansatz wird sie im Rahmen eines Projekts des Exzellenzclusters MATH+, bei dem die TU Berlin eine der antragstellenden Hochschulen ist, weiterverfolgen. Das Thema ist auch Grundlage für ihre Promotion am Fachgebiet „Kombinatorische Optimierung und Graphenalgorithmen“ von Prof. Dr. Martin Skutella an der TU Berlin. Er sowie Dr. Sarah Morell von der Arbeitsgruppe „Kombinatorische Optimierung und Logistik“ der Universität Bremen haben zu den Ergebnissen beigetragen. Srinwanti Debgupta wurde nun für ihre Masterarbeit von der Forschungsvereinigung Großhandel e. V. (ForveG) bei deren Forschungsförderpreis 2025 mit einer Lobenden Erwähnung ausgezeichnet.
In der Großhandelslogistik müssen Waren aus mehreren Lagern zu einem Netzwerk von Einzelhandelsgeschäften möglichst effizient transportiert werden. Oftmals wäre es dabei nicht sinnvoll, Paletten, Container oder Lkw-Ladungen aufzuteilen und getrennt zu transportieren. Manchmal verbieten das sogar Regularien. Gleichzeitig unterliegt aber auch das Transportnetzwerk bestimmten Beschränkungen: Straßen können nur eine bestimmte Verkehrsmenge bewältigen, Umschlagplätze haben eine begrenzte Durchsatzkapazität, Lkw, Güterwagons und Binnenschiffe nur eine bestimmte Ladekapazität. Und in der Telekommunikation gibt es Datenpakete, die in einem Informationsnetzwerk mit begrenzten Kapazitäten versandt werden müssen und nicht aufgeteilt werden dürfen. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Technische Universität Berlin, 02.12.2025

Pressemitteilung: Baden-Württemberg veröffentlicht erstmals landesweites Verkehrsmodell

Das Verkehrsmodell bildet digital den Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sowie den Güterverkehr in Baden-Württemberg ab.
Verschiedene Mobilitätsicons von Bus über Auto bis Bahn liegen auf einer Baden-Württemberg-Karte.
Neue Qualität der Verkehrsplanung
Verkehrsminister Winfried Hermann betonte bei der Vorstellung die Bedeutung dieses Schrittes für eine moderne Mobilitätspolitik: „Wir machen Mobilität im ganzen Land sichtbarer. Das Modell zeigt, wie Menschen heute unterwegs sind und wie sich Verkehr morgen entwickeln kann. Damit wird klar, welche Maßnahmen wirken – und wo wir nachsteuern müssen. Eine Stadt kann beispielsweise vorab simulieren, wie sie die Umleitung für eine große Brücken-Baustelle führen muss, ohne dass alles im Stau endet.“ Hermann unterstrich, dass das Modell eine neue Qualität in der Verkehrsplanung ermöglicht: „Jetzt können wir fundiert bewerten, welche Maßnahmen wirken, wo Engpässe entstehen und wie wir Verkehr besser organisieren können. Unser Ziel ist eine gerechtere, klimafreundlichere und sicherere Mobilität.“
Neues Verkehrsmodell spart Zeit und Geld
Das Modell verknüpft erstmals Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sowie den Güterverkehr in einem einzigen digitalen System. Es analysiert Verkehrsaufkommen, Emissionen, Modal Split und Erreichbarkeiten und zeigt, wie sich Maßnahmen oder neue Angebote auf das Gesamtsystem auswirken. „In Zukunft müssen für viele Projekte keine eigenen Verkehrsuntersuchungen und keine eigenen Verkehrsmodelle aufgebaut werden. Stattdessen können Gutachten und Planungen direkt auf dem Landesverkehrsmodell aufsetzen. Das spart Zeit und Kosten und sorgt dafür, dass Projekte auf derselben Datengrundlage vergleichbar werden“, so Hermann. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM), 01.12.2025

Pressemitteilung: Smarte Etikette schützt empfindliche Güter

Forschende der Empa, der EPFL und des CSEM haben eine smarte und «grüne» Sensoretikette entwickelt, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit misst – und auch erkennen kann, ob eine Temperaturschwelle überschritten wurde. Damit können in Zukunft empfindliche Lieferungen wie etwa Medikamente oder Lebensmittel überwacht werden. Die elektronische Etikette selbst ist dabei komplett bioabbaubar.
Grosse Ströme von Gütern umkreisen jeden Tag den Globus. Darunter finden sich auch besonders empfindliche Lieferungen, etwa gewisse Impfstoffe, Medikamente und Lebensmittel. Damit diese Produkte sicher am Zielort ankommen, müssen sie während ihrer gesamten Lieferkette in einem bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbereich bleiben. Aber wie stellen wir das sicher? Es ist kostspielig und nicht nachhaltig, jede einzelne Liefereinheit mit Silicium-basierten Sensoren und Chips auszustatten. Und Messungen an Knotenpunkten in der Lieferkette sagen nichts darüber aus, was der empfindlichen Sendung auf dem Weg dorthin bereits widerfahren ist.
Dieser Herausforderung haben sich Forschende der Empa, der EPFL und des CSEM in einem vierjährigen Projekt namens «Greenspack» gestellt. Gemeinsam haben sie eine smarte Etikette entwickelt, die die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit misst, und sich daran «erinnern» kann, wenn eine bestimmte Temperaturschwelle überschritten wurde. Dabei ist der kleine Aufkleber nicht nur Silicium-frei, sondern auch vollständig biologisch abbaubar. Das Projekt wurde vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Innosuisse im Rahmen des «BRIDGE Discovery»-Programms gefördert. Die Ergebnisse haben die Forschenden im Fachjournal «Nature Communications» veröffentlicht. (.... → zur Pressemitteilung)
Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM), 01.12.2025

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Stand: 07.12.2025 / DF