Europäische Kommission: EU-US-Handelsabkommen erklärt (29.07.2025)
Am 27. Juli 2025 einigten sich die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald J. Trump auf ein Abkommen über Zölle und Handel.
Die transatlantische Partnerschaft ist eine Schlüsselarterie des Welthandels und die bedeutendste bilaterale Handels- und Investitionsbeziehung der Welt. Der Handel zwischen der EU und den USA mit Waren und Dienstleistungen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und belief sich 2024 auf mehr als 1,6 Billionen EUR,wobei der Handel mit Waren 867 Mrd. EUR und der Handel mit Dienstleistungen 817 Mrd. EUR betrug. Das sind täglich mehr als 4,2 Mrd. EURan Waren und Dienstleistungen, die den Atlantik überqueren. Diese tiefe und umfassende Partnerschaft wird durch gegenseitige Investitionen untermauert. Im Jahr 2022 investierten EU- und US-Unternehmen im Wert von 5,3 Billionen EUR in die Märkte der jeweils anderen Seite.
Diese politische Einigung stellt die Stabilität und Vorhersehbarkeit für Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks wieder her. Das Abkommen sichert den EU-Ausfuhren einen kontinuierlichen Zugang zum US-Markt, wodurch tief integrierte Wertschöpfungsketten – von denen viele auf KMU angewiesen sind – erhalten und Arbeitsplätze wirksam gesichert werden. Sie bildet auch die Grundlage für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA.
In der politischen Einigung vom 27. Juli 2025 einigten sich die Präsidenten von der Leyen und Trump auf die wichtigsten Parameter der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA. Dies ist der erste Schritt in einem Prozess, der im Laufe der Zeit weiter ausgebaut wird, um weitere Bereiche abzudecken und den Marktzugang weiter zu verbessern.
Zu den wichtigsten Verpflichtungen beider Seiten gehören:
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_25_1930
ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e. V.: Handelsabkommen zwischen den USA und der EU (29.07.2025)
In dem gestern geschlossenen Handelsabkommen der USA mit der EU verpflichtet sich die EU, in den nächsten drei Jahren US-Energieimporte (v. a. LNG) im Wert von 750 Mrd. Dollar zu kaufen. Im Jahr 2024 gab es Energieimporte aus den USA von knapp 80 Mrd. Dollar. Da die deutschen Seehäfen mit den Kapazitäten für LNG-Importe bereits langfristig ausgelastet sind, können ohne erhebliche Investitionen in die Energieinfrastruktur der Seehäfen die zusätzlichen Importe in Höhe von jährlich 170 Mrd. Dollar nicht realisiert werden.
Dazu sagt Florian Keisinger, Hauptgeschäftsführer des ZDS:
„Wenn die EU verspricht, US-Energie im Wert von 750 Mrd. Dollar zu importieren, dann muss Deutschland auch liefern können. Ohne eine entsprechende Investitionsoffensive in unsere Seehäfen bleibt dieses Handelsabkommen ansonsten ein Papiertiger.
https://zds-seehaefen.de/2025/07/29/handelsabkommen-zwischen-den-usa-und-der-eu/
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Stichwörter: Pressemitteilungen und Statements zum EU-USA-Zolldeal II, EU, USA, Zolldeal, regelbasierten Welthandel, Zollstreit, Zolleinigung
Kategorie(n): Märkte & Konjunktur
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