Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.: Die Woche der Entscheidung beim Trassenpreis-Thema (10.11.2025)
Diese Woche entscheidet sich, ob der Schienenverkehr bezahlbar bleibt. Am Mittwoch berät der Verkehrsausschuss über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Abmilderung des Trassenentgeltanstiegs bei den Eisenbahnen des Bundes. Doch es geht nicht allein darum, den Fauxpas bei der diesjährigen Trassenpreisförderung des Schienenpersonenfernverkehrs zu heilen, sondern vor allem um die Beantwortung der Frage für das kommende Jahr, ob und wie stark die Preise für den Schienengüter- und -fernverkehr anziehen werden. Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN, nimmt wie folgt Stellung:
„Dem Bundestag bleiben nur noch wenige Tage, um Preissicherheit für die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die verladene Wirtschaft herzustellen. Am wichtigsten ist die komplette Abschaffung des gesetzlich garantierten Gewinnanspruchs der DB InfraGO. Die Streichung hilft allen Eisenbahnverkehrsunternehmen auf der Schiene und kann sofort wirksam werden. Das Nullzins-Prinzip, das bei Autobahnen und Wasserwegen seit jeher die Norm ist, würde die Trassenpreise 2026 ungefähr auf dem Level von diesem Jahr halten. Alles andere wäre ein fatales Signal für die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Sektors.“
https://die-gueterbahnen.com/news/die-woche-der-entscheidung-beim-trassenpreis-thema.html
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV): Becker-Rethmann und Wortmann: „Freigabe der 105 Millionen Euro gutes Signal für Fahrgäste und Unternehmen“ (10.11.2025)
Trassenpreisförderung im SPFV
Laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Freitag, wird der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags an diesem Mittwoch einen Beschluss fassen, damit die für 2025 geplanten Trassenpreisförderung doch noch ausgezahlt werden kann. Die beiden Verbände VDV und mofair begrüßen dies ausdrücklich und kommentieren dazu wie folgt.
„Dass der Haushaltsausschuss des Bundestags das Verkehrsministerium verpflichtet, die 105 Millionen Euro zur Trassenpreisförderung im SPFV freizugeben, ist ein gutes Signal für den Fernverkehr auf der Schiene – und für die Fahrgäste. Wir erwarten nun eine zügige Auszahlung und dass das Ministerium schnellstmöglich eine tragfähige Förderrichtlinie das Jahr 2026 vorlegt, um nicht erneut in eine solche Situation zu geraten.
Die letzte Woche entstandene Unsicherheit hat das Vertrauen in die Verlässlichkeit verkehrspolitischer Entscheidungen massiv beschädigt. Wer mehr Verkehr auf die Schiene will, muss für stabile, nachvollziehbare und dauerhafte Rahmenbedingungen sorgen – alles andere gefährdet das Angebot und untergräbt den Wirtschaftsstandort Deutschland und klimafreundliche Mobilität für Millionen Menschen.“
https://www.vdv.de/presse.aspx?id=ce1480f8-ce5f-4e69-b655-018f4cfe7320&mode=detail&coriander=V3_28b8be55-427d-2fb7-ee90-d0dd788d0b4b
VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.: Resolution der Bundesdelegiertenversammlung des VCD - VCD: Kein Foul gegen den Bahn-Fernverkehr – beschlossene Förderung bereitstellen! (10.11.2025)
Anfang November hatte das Bundesverkehrsministerium kurzerhand Zuschüsse in Höhe von 105 Millionen Euro gestrichen, die für Fernzüge die Schienenmaut absenken sollten. (Trassenpreisförderung) – obwohl das Geld im kürzlich verabschiedeten Bundeshaushalt für 2025 bereitsteht. Die Bahnunternehmen hatten die Förderung fest eingeplant, nun fehlt sie ihnen im Betrieb. Hierdurch drohen Preiserhöhungen oder Einschränkungen im Angebot.
Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert den Haushaltsausschuss des Bundestags auf, die bereits beschlossenen Zuschüsse in Höhe von 105 Millionen Euro in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch freizugeben und noch vor Jahresende auszuzahlen. Nur so können Bahnunternehmen die Preise im Fernverkehr stabil halten und alle Strecken weiter bedienen – Verlässlichkeit sei jetzt entscheidend!
Matthias Kurzeck, VCD-Bundesvorsitzender: „Der Haushaltsausschuss setzt den Rotstift bei der umweltfreundlichen Bahn an, um einen vergleichsweise geringen Betrag einzusparen, während vom Bund gleichzeitig drei Milliarden für neue Fernstraßen zur Verfügung gestellt werden. Die kürzlich vorgelegte Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene des Bundesverkehrsministeriums wird mit dieser Hauruckaktion direkt wieder ad absurdum geführt.“
https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/vcd-kein-foul-gegen-den-bahn-fernverkehr-beschlossene-foerderung-bereitstellen
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Stichwörter: Pressemitteilungen zur Trassenpreisförderung, Trassenpreis, Schienenverkehr, Verkehrsausschuss, Gesetzentwurf der Bundesregierung, Abmilderung des Trassenentgeltanstiegs, Schienengüter- und -fernverkehr, GÜTERBAHNEN, Trassenpreisförderung im SPFV, VDV, mofair, VCD
Kategorie(n): Mobilität & Verkehr
Auf Exportal-Logistics bereits veröffentlichte Pressemitteilung(en) zu diesem Themenbereich:
Industrie und Gewerkschaften fordern auskömmliche Förderung des Schienengüterverkehrs: Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
https://www.explortal-logistics.net/news/pressemitteilung-industrie-und-gewerkschaften-fordern-auskoemmliche-foerderung-des-schienengueterverkehrs-31595
Europäische Güterbahnen warnen: Lobbyarbeit europäischer Schienennetzbetreiber behindert den Schienenverkehr: Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.
https://www.explortal-logistics.net/news/pressemitteilung-europaeische-gueterbahnen-warnen-lobbyarbeit-europaeischer-schienennetzbetreiber-behindert-den-schienenverkehr-31572